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Wie reagiert die EU auf die Syrienkrise? [Presseaussendung, 05.09.2013]
Bericht des NGO-Netzwerks ECRE liefert übersichtliche Informationen ...
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Wien, 5. 09. 2013
In dem morgen, Freitag, in Brüssel präsentierten Bericht des europäischen Flüchtlings-NGO-Dachverbands ECRE (European Council on Refugees and Exiles) ist ein ausführliches Kapitel der Reaktion der EU und ihrer Mitgliedsländer auf die Syrienkrise gewidmet. Der im Rahmen des Projekts aida (Asylum Information Database) erstellte Bericht enthält vor allem Informationen über Asylanträge und die Probleme syrischer Flüchtlinge, in die EU zu gelangen.
Als Nadelöhr erweist sich wieder einmal Griechenland, wo es 2012 nur 275 Flüchtlingen aus Syrien gelungen ist, einen Asylantrag zu stellen, während ca. 8.000 wegen "illegalen Grenzübertritts" von den griechischen Behörden festgenommen wurden.

Das größte Hindernis auf dem Weg in die EU sind allerdings die mit großem personellen und finanziellen Aufwand betriebenen Aktionen der EU-Grenzschutzagentur FRONTEX, namentlich deren Operation "Poseidon" an der türkisch-griechischen Grenze und in der Ägäis. Von jenen 24.100 Flüchtlingen, denen es gelungen ist (meist mit Hilfe von Schleppern), in ein EU-Land zu kommen, erhielten die meisten eine Form von Schutz (meist subsidiären Schutz). Schweden und Deutschland waren die wichtigsten Aufnahmeländer: Zwei Drittel der syrischen Flüchtlinge stellten ihre Anträge in diesen Ländern. Trotzdem war Deutschland das erste EU-Land, das die Aufnahme von weiteren 5.000 Flüchtlingen direkt aus der Region ankündigte.

Der gesamte Bericht steht Ihnen ab morgen, 6. September, auf der Projekthomepage www.asylumineurope.org zur Verfügung.


Rückfragen:
Herbert Langthaler, asylkoordination österreich
langthaler@asyl.at
Tel. + 43 1 53 212 91 – 12
mobil + 43 699 10389505