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23.3.2026

Iran Info-Seite

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur aktuellen Situation iranischer Geflüchteter in Österreich sowie weiterführende Links zum Thema. Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert.

Ende Februar töteten die USA und Israel mit einem Luftschlag den religiösen Diktator Ali Khamenei und weitere Führungsfiguren des Mullah-Regimes. Es folgten weitere Luftschläge gegen den Iran, der seinerseits US-Militärbasen und andere Ziele in Nachbarländern angegriffen hat. Der Flugverkehr kam zum Erliegen, gestrandete Europäer:innen mussten evakuiert werden, die für den Handel und Energie- sowie Lebensmittelversorgung wichtige Seestraße von Hormuz ist seither vom Iran blockiert.


Iranische Schutzsuchende in Österreich


Die in Österreich gestellten Fragen kreisen vor allem um eine mögliche weitere Verschärfung der Inflation sowie um die Frage, ob mit zusätzlichen Fluchtbewegungen zu rechnen ist.

Diese Frage lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös beantworten, sondern hängt maßgeblich davon ab, ob sich die derzeit unübersichtliche Lage stabilisiert oder weiter eskaliert und wie sich die Kriegssituation im Libanon entwickelt.

Ein ausführlicher Artikel zu dem Thema von Lukas Gahleitner-Gertz ist soeben auf asylaktuell.asyl.at erschienen, außerdem wird es das bewährte Format "7 Fragen 7 Antworten" geben. Wieviele Iraner und Iranerinnen leben bereits in Österreich und wieviele von Ihnen haben einen Schutzstatus? Wir haben die wichtigsten Zahlen zusammengefasst:
  • Die Zahl der Iraner:innen in Österreich stieg von etwa 5.000 (2005) auf fast 20.000 (2025); viele kamen auch wegen Arbeit oder Studium. 60 % der Iraner:innen leben in Wien.
  • Seit 2015 stellten etwa 12.000 Iraner:innen in Österreich einen Antrag auf internationalen Schutz, das sind ca. 3 % aller Asylanträge. Eine niedrige Zahl, dennoch liegt Iran unter den zehn häufigsten Herkunftsländern von Asylantragsteller:innen in Österreich.
  • Rund 80 % der Entscheidungen endeten mit einem Aufenthaltstitel (Asyl, subsidiärer Schutz oder humanitärer Aufenthalt).
  • Iraner:innen erhalten damit überdurchschnittlich häufig Schutz und sind nach Syrer:innen und Afghan:innen eine der wichtigsten Gruppen mit Asylgewährung.
  • Abschiebungen in den Iran werden praktisch nicht durchgeführt, weil der Iran bei Rückführungen nicht mit Österreich kooperiert.
  • Trotz hoher Schutzchancen stiegen die Asylanträge nicht, sondern gingen sogar zurück.


Geflüchtete und Binnenvertriebene in der Region


De facto suchen die meisten Menschen innerhalb ihres Herkunftslandes oder in Nachbarstaaten Zuflucht. Bereits vor der aktuellen Eskalation verzeichnete die Region hohe Zahlen an Schutzsuchenden, da Länder wie Iran, Libanon, die Türkei und Jordanien seit Jahren große Flüchtlingspopulationen aufnehmen, insbesondere aus Syrien und Afghanistan.

Schätzungen zufolge gibt es in den genannten Ländern
 
  • rund 7 Millionen Geflüchtete, die ihr Herkunftsland verlassen haben
  • sowie mindestens 12 Millionen Binnenvertriebene.

Im Iran leben etwa
  • 1,9 bis 3,2 Millionen Binnenvertriebene
  • und 2,5 bis 4 Millionen Geflüchtete aus anderen Ländern, vor allem aus Afghanistan.

Weitere Details und Informationen sind einer aktuellen Recherche über Geflüchtete im Nahen Osten von Mediendienst Integration zu entnehmen.


Aktuelle Informationen zur Lage im Iran auf ecoi.net


Eine Übersicht aktueller Berichte und Analysen zur Situation in der Islamischen Republik Iran finden Sie auf ecoi.net.

Die Informationen umfassen unter anderem Dokumente internationaler Organisationen, Regierungsberichte sowie Analysen zur politischen, rechtlichen und menschenrechtlichen Lage im Land. Sie dienen als Hintergrundmaterial für die Einschätzung der Situation im Iran im Kontext von Asyl- und Herkunftsländerinformationen.
 

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