BRASYL: Wie alles begann
Die Nationalratswahl 2024 markierte einen Wendepunkt in der österreichischen Politik: Die FPÖ wurde als stimmenstärkste Partei als Kanzlerpartei gehandelt und rechte Positionen noch offensiver. Als die Brandmauer gegen rechts bröckelte, wurde klar: Grundrechte brauchen Schutz. So entstand BRASYL – Brandschutz Asyl, unser Rechtshilfetopf gegen rechtswidrige Verschärfungen im Asyl- und Fremdenrecht.
Kickl ante portas
Als Anfang 2025 alles darauf hindeutete, dass die FPÖ den Kanzler stellen könnte und immer deutlicher wurde, wohin sich die österreichische und europäische Asylpolitik bewegt, wurde eines offensichtlich: Die kommenden Jahre würden nicht nur politische Debatten bringen, sondern massive Angriffe auf Grund- und Menschenrechte.
Maßnahmen, die wenige Jahre zuvor noch als Tabubruch gegolten hätten, wurden plötzlich politischer Alltag. Der Ruf nach Abschottung und immer härteren Eingriffen in das Asylrecht wurde lauter, gar ein "nationaler Notstand" wurde heraufbeschworen (natürlich ohne konkrete Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten).
Auch nach dem Scheitern der FPÖ-ÖVP-Koalitionsverhandlungen blieb der politische Druck bestehen. Der Stopp der Familienzusammenführung, Einschränkungen von Rechtsansprüchen und neue Formen der Entrechtung wurden weiter vorangetrieben.
Strategische Prozessführung gegen rechte Willkür
Für uns war klar: Empörung allein reicht nicht. Es braucht konkrete Möglichkeiten, rechtswidrige Maßnahmen juristisch anzufechten.
So entstand BRASYL – Brandschutz Asyl.
Die Idee dahinter war einfach: Wenn Grund- und Menschenrechte unter Druck geraten, braucht es dagegen Widerstand und eines der wirksamsten Mittel dafür ist strategische Prozessführung. Genau dafür wurde BRASYL gegründet: als Rechtshilfetopf gegen rechte Willkürpolitik.
Von Beginn an ging es darum, problematische Maßnahmen im Asyl- und Fremdenrecht zu identifizieren und öffentlich sichtbar zu machen, Jurist:innen und Asylrechtsexpert:innen zu vernetzen und Betroffene bei Verfahren zu unterstützen.
BRASYL entstand aus der Überzeugung, dass Rechtsstaatlichkeit kein Selbstläufer ist. Rechte bleiben nur bestehen, wenn Menschen bereit sind, sie zu verteidigen. Deshalb verstehen wir BRASYL bis heute als Brandschutz: als schnelles, entschlossenes Eingreifen dort, wo Grundrechte ausgehöhlt werden sollen.
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