Workshops & Vorträge

Workshops & Vorträge


Die asylkoordination Österreich hat neben ihrer Arbeit im Bereich des politischen Lobbyings und der Koordination der Arbeit von Flüchtlingshilfsorganisationen seit ihrem Bestehen einen Schwerpunkt auf Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Seit 2006 hat sich die Situation im österreichischen Asylsystem grundlegend geändert. Grund genug für uns, unser Angebot an Vorträgen und vor allem das bewährte Rollenspiel 'Rechtsweg Asyl' zu überarbeiten und für interessierte Gruppen anzubieten:

  • Wie funktioniert das neue Asylsystem?
  • Was genau steht in der 15a Vereinbarung zwischen Bund und Ländern?
  • Was beinhaltet das Dubliner Übereinkommen?
  • Welche Trends gibt es auf europäischer Ebene?


  • Wir können Ihnen all diese Fragen beantworten.

    Dazu finden Sie hier einige Angebote:

    1. Rechtsweg Asyl
    2. Stationen einer Flucht
    3. Das neue Asylgesetz und die EU-Asylpolitik
    4. Wanderungsraum Europa
    5. Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
    6. Burn-out Prävention


    Wir erstellen gerne mit Ihnen Ihr maßgeschneidertes Seminarprogramm - für persönliche Beratung und Information wenden Sie sich an

    Herbert Langthaler, Tel. 01/532 12 91-12, langthaler@asyl.at




    1. Rechtsweg Asyl

    Wie fühlt man sich, wenn man als AsylwerberIn nach Österreich kommt?
    Wie funktioniert das österreichische Asylsystem?
    Was erlebt man, wenn man als AsylwerberIn Arbeit sucht?

    In diesem Planspiel schlüpfen die TeilnehmerInnen in die Rolle des Flüchtlings oder werden für 2 Stunden Fremdenpolizist, Schubhaftbeamter oder MitarbeiterIn einer Hilfsorganisation. Die viele Facetten des Flüchtlingsdaseins und der Behördenpraxis werden so nachvollziehbar. Die komplexe Materie des Flüchtlingswesens wird durch konkretes Handeln nachvollziehbar. Asyl- und Fremdengesetze können in ihren konkreten alltäglichen Auswirkungen erlebt werden.

    Der Rechtsweg Asyl wurde mit sehr vielen unterschiedlichsten Gruppen gespielt und ist das wohl beste Mittel, einen realitätsnahen Einblick ins österreichische Asylsystem zu bekommen.

    SpielleiterIn: Anny Knapp oder Herbert Langthaler
    15 bis 30 TeilnehmerInnen
    Dauer: 2 - 3 Stunden
    Raumbedarf: ca. 50qm


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    2. Stationen einer Flucht

    Wie ist es, wenn man über Nacht seine Heimat verlassen muss?
    Was erleben Menschen auf der Flucht?

    Dieses etwa zweistündige Rollenspiel wird von jugendlichen Flüchtlingen betreut, die auch ihre eigenen Erfahrungen einfließen lassen. Es veranschaulicht eindrucksvoll Erlebnisse von Menschen auf der Flucht und die damit verbundenen Emotionen wie Angst, Einsamkeit und Verzweiflung.
    In Familienverbänden erleben die TeilnehmerInnen Flüchtlingsschicksale in verschiedenen Etappen: Von Krieg und Verfolgung im Herkunftsland, über die mühsame Flucht über die Landesgrenze in ein Flüchtlingslager bis zur Überprüfung für die Aufnahme im Zielland.
    Anschließend stellen die SpielleiterInnen die Verbindung zwischen Spiel und Wirklichkeit her und erzählen von ihrer eigenen Fluchtgeschichte.
    Auch ein kurzen Diavortrag (Flüchtlinge in Tanzania) ist möglich.

    SpielleiterInnen: Jugendliche Flüchtlinge, unterstützt von Anny Knapp oder Herbert Langthaler
    15 bis 30 TeilnehmerInnen
    Dauer: 2 -3 Stunden
    Raumbedarf: 50 qm oder im Freien


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    3. Das neue Asylgesetz und die EU-Asylpolitik

    Wie funktioniert das neue Asylsystem?
    Was genau steht in der 15a Vereinbarung zwischen Bund und Ländern?
    Was beinhaltet das Dubliner Übereinkommen?
    Welche Trends gibt es auf europäischer Ebene?

    Ein mit vielen aktuellen Beispielen angereicherter Vortrag über die derzeitige österreichische Asylpolitik und -praxis. Der Aufbau des neuen Asylverfahrens. Erste Erfahrungen mit dem Vollzug. Problempunkte aus menschenrechtlicher Sicht. Situation in den Nachbarländern. Internationale Bestimmungen und Verträge, Harmonisierung des Asylwesens in Europa - Grundsätze und Richtlinien.

    Referentin: Anny Knapp
    Dauer: ca. 90 Minuten


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    4. Wanderungsraum Europa

    Migration ist eine Grundkonstante menschlicher Entwicklung auch und gerade in Europa. Neben einem kurzen historischen Überblick mit Schwerpunkt auf oft überraschende Parallelen zu aktuellen Diskussionen steht die europäische Politik der letzten Jahre im Zentrum dieses Vortrags.
    Was hat sich durch die Ereignisse vom 11. September 2001 geändert?
    Braucht Europa ZuwandererInnen? Was sind die Argumente dafür und dagegen?
    Welche Richtlinien und Vorgaben gibt es in den Bereichen Migration, Integration und Antidiskriminierung auf EU Ebene?

    Referent: Herbert Langthaler
    Dauer: ca. 90 Minuten



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    5. Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

    "Die da oben machen doch, was sie wollen", "Wir haben viel zu laue Strafgesetze", "Die Flüchtlinge wollen nichts arbeiten". Wer kennt sie nicht, die Sprüche und Parolen, die vorzugsweise an Stammtischen geäußert werden? Doch was ist ihnen entgegenzusetzen? Wieso fallen uns die besten Argumente meistens erst hinterher ein?

    In diesem Seminar werden Gegenpositionen zu Stammtischparolen gesucht und diskutiert. Dabei werden nicht nur politische Informationen vermittelt, sondern es wird auch die Redefähigkeit geübt sowie die Selbstsicherheit gestärkt.
    Das Argumentationstraining ist ein von den Teilnehmenden weitestgehend selbstbestimmtes Seminar, bei dem der Leiter/die Leiterin in erster Linie moderierend, aber auch bedarfsweise informierend und erklärend wirkt. In Rollenspielen werden die Parolen diskutiert, die am meisten herausfordern und provozieren. Anschließend werden die Gespräche ausgewertet, und es werden wirkungsvolle Handlungsstrategien und Reaktionsweisen gesucht bzw. ausprobiert.
    Geklärt werden danach die Psychologie von Vorurteilen, Gründe für aggressives Verhalten und Autoritarismus sowie die Nähe der Parolen zum Rechtsextremismus, zudem werden gute argumentative und inhaltliche Gegenpositionen gesucht.

    Referent: Herbert Langthaler
    10 bis 20 TeilnehmerInnen
    Dauer: ein- oder zweitägig


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    6. Burn-out Prävention

    Wer in "helfenden Berufen" tätig ist, läuft ständig Gefahr, seine Leistungsgrenzen zu missachten. Die Verantwortung belastet, ebenso der enge Handlungsspielraum. Eine häufige Reaktion darauf ist der Versuch, durch vermehrten Einsatz, das Unmögliche doch möglich zu machen - ein erster Schritt in den Burn-out Kreislauf aus Engagement und Frustration.

    Der theoretische Teil des Pakets "Burnout-Prävention" ist auch getrennt vom Praxisteil durchführbar: Er gibt einen Überblick über Symptome, Ursachen und Verlauf von Burn-out-Prozessen, um Auslöser und Dynamik rascher erkennen zu können. Eine anschließende Reflexion der eigenen Motivationsgeschichte im Lauf der Arbeit mit Flüchtlingen und MigrantInnen soll dazu beitragen, Erwartungen an sich selbst und andere wieder ins Bewusstsein zu holen und eventuell neu abzustecken.

    Im Praxisteil werden darüber hinaus Fallbeispiele aus der Praxis der TeilnehmerInnen auf Burn-out Quellen und mögliche Gegenstrategien hin analysiert. Übungen zur Wahrnehmung der persönlichen Ressourcen ergänzen die fallbezogene Arbeit.

    Referentin: nur Theorieteil: Marion Kremla / gesamtes Seminar: Marion Kremla und zweite Referentin
    Gruppengröße: 10-12 TeilnehmerInnen
    Dauer: Theorieteil und Reflexion: ca. 4h inkl. Pausen / mit Praxisteil: 6-7h inkl. Pausen


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