Rechtlicher Schutz für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt im Kontext Migration und Flucht
Donnerstag., 07.Mai, 09.00 – 17.00
Seminarbeitrag
: 107 Euro
Anmeldung bis 30.04.2020
 

Seminarleitung: Marie – Luise Möller, Juristin, Rechtsberatung Caritas Wien
Dieses Seminar behandelt auf verschiedenen Ebenen rechtliche Möglichkeiten von geschlechtsbezogener Gewalt betroffener MIgrantInnen und Asylsuchenden.

Einleitend wird ein Überblick über internationales Recht in Bezug auf Standards und staatliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Schutz vor geschlechtsbezogener Gewalt geboten.

In Folge werden Formen geschlechtsspezifischer Gewalt und Implikationen auf die Gewährung von Asyl und subsidiärem Schutz) erörtert, inklusive eines Überblicks zu (gewohnheits-)rechtlichen Gegebenheiten in Herkunftsländern, insbesondere in Ehe, Scheidungs- und Obsorgefragen.

Das davon geprägte Rechts- und Selbstverständnis der KlientInnen wirkt oft auch in den Zugang etwa zu einem Scheidungsverfahren oder Strafverfahren gegen Täter in Österreich hinein.

Außerdem werden Voraussetzungen für ein Aufenthaltsrecht für Opfer von Gewalt (gemäß §57 AsylG sowie nach dem Niederlassungs- und AufenthaltsG) erörtert, einschließlich Umstiegs- und Verlängerungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus wird neben aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen einer Scheidung auch auf rechtliche Grundlagen für Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt im Zusammenhang mit Unterbringung und Versorgung eingegangen werden.

Schwerpunkte somit:
  • Implikationen geschlechtsspezifischer Gewalt auf die Gewährung von internationalem Schutz (Asyl, subsidiärer Schutz)
  • Überblick zur rechtlichen Position von Frauen in den Herkunftsländern, insbesondere in Ehe, Scheidungs- und Obsorgefragen
  • Aufenthaltsrechtliche Möglichkeiten für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt nach dem AsylG und nach dem Niederlassungs- und AufenthaltsG(inkl. Umstiegsmöglichkeiten und Verlängerung § 57, § 55)  
  • Aufenthaltsrechtliche Konsequenzen einer Scheidung
  • Rechtliche Grundlagen in Bezug auf Unterbringung von Versorgung von Betroffenen geschlechtsspezifischer Gewalt
  • Fallbeispiele, Q&A
 
Ziel: KlientInnen mit geschlechtsbezogener Gewalterfahrung besser beraten und an die richtigen Stellen verweisen können

Zielgruppe:
MitarbeiterInnen aus Gewaltschutzeinrichtungen, um ein besseres Verständnis über die speziell für ihre KlientInnen relevanten aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen und Möglichkeiten zu bekommen
MitarbeiterInnen aus dem asyl- und fremdenrechtlichen Bereich, um KlientInnen im Fall des Falles besser beraten zu können
PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, SozialpädagogInnen, um die rechtliche Position betroffener KlientInnen besser zu überblicken.

Methoden: Vortrag, Diskussion, Fallbeispiele

Voraussetzungen: Praxis in einem der genannten Bereiche
 

Anmeldung
mit dem Online-Formular siehe weiter unten.

Rückfragen an:
Marion Kremla, asylkoordination österreich
Tel.: 01 53 212 91 - 13
E-mail: kremla@asyl.at

Rechtlicher Schutz für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt im Kontext Migration und Flucht

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