ausgebucht!
Kultursensible Beratung: Möglichkeiten und Grenzen in der Arbeit mit Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten - ausgebucht
Dienstag, 29. September, 09.00 - 17.00
Seminarbeitrag:
107 Euro, Anmeldeschluss: 09.09.2020
 

Seminarleitung, Stanislava Schraufek Merdinger, Gertrud Schmutzer, Fraueninitiative Bikulturelle Ehen und Lebensgemeinschaften

Zum Inhalt:
Als Beratende haben wir manchmal mit Verhaltensweisen von KlientInnen zu tun, die uns „fremd“ bzw. „befremdend“ erscheinen. Da kommen Gefühle der Unsicherheit auf: Wie sollen wir dieses „fremdartige“ Verhalten deuten? Wie sollen wir darauf reagieren? Und wo kommen mitten im Beratungsgespräch die stereotypisierenden Bilder her, die sich in unserer Vorstellung aufdrängen, obwohl wir sie nicht denken möchten?
 
In diesem Seminar lernen wir, was für eine kultursensible Beratung grundsätzlich entscheidend ist und wie Missverständnisse, eigene oder gegenseitige Projektionen und Übertragungen vermieden werden können. Der rote Faden dabei sind Fremdheits- und Konflikterfahrungen, die wir in der Arbeit mit Flüchtlingen und MigrantInnen machen. Zu deren Analyse werden Modelle des Kulturverständnisses vorgestellt, die für die anschließende Auseinandersetzung und Reflexion unserer eigenen Wertvorstellungen, Prägungen und Wahrnehmungen maßgeblich sind.
 
Schwerpunkte:
  • Grundlegendes zum Kulturbegriff
Essentialistische Kulturkonzepte: Kultur als „Container“
Sensibilisierende und reflexionsfördernde Kulturkonzepte: Kultur als Konstrukt – Kultur als Prägung – Kultur als Denken und Leben im Wandel
  • Stereotype – woher, wieso, wie damit umgehen?
  • Fremdheitserfahrungen – Ursachen und Bedeutung: Wie erklären und reflektieren wir unsere eigene Geschichte einer Fremdheitserfahrung? Welchen Einfluss haben Migration und Flucht auf Entwicklungen der sozialen, kulturellen und genderbezogenen Identität?
  • Grundsätze kultursensibler Beratung: Welche interkulturellen Kompetenzen bringen wir mit, welche sind ausbaufähig?
  • Konflikte, Konfliktursachen, Missverständnisse und Wertedifferenzen: Wie äußern sie sich in der Beratung und welche Lösungsansätze sind denkbar?
  • Eigene Grenzen wahrnehmen und achten
 
Ziele: Förderung der Reflexionsfähigkeit und der eigenen Sicherheit im Umgang mit „befremdenden“ Situationen in der Beratung.

Zielgruppe: BeraterInnen, BetreuerInnen, TrainerInnen, ehrenamtliche UnterstützerInnen

Methoden: Vortrag, Diskussion, Kleingruppenarbeit, Fallbeispiele

Voraussetzungen: Praxis günstig.

Zu den Workshop-Leiterinnen:
  • Mag.ª Stanislava Schraufek Merdinger ist Psychotherapeutin, Klinische und Gesundheitspsychologin; sie ist seit 2014 Beraterin bei FIBEL. Schwerpunkte: Psychosoziale Beratung, interkulturelle Paarberatung, Erziehungs- und Scheidungsberatung; Gestaltung und Leitung von Workshops zu kultursensiblen Arbeitsbeziehungen für Institutionen und Unternehmen.
     
  • Mag.ª Gertrud Schmutzer ist Kommunikationswissenschaftlerin, Kultur- und Sozialanthropologin; Beraterin bei FIBEL seit 1994; Schwerpunkte: Familienzusammenführung u.a. aufenthaltsrechtliche Fragen, binationale Eheschließungen/ eingetragene Partnerschaften, Inklusion/Neuorientierung (Schwerpunkt Frauen); Gestaltung und Leitung von Workshops zu kultursensiblen Arbeitsbeziehungen für Institutionen und Unternehmen.

Anmeldung
mit dem Online-Formular siehe weiter unten.

Rückfragen an:
Marion Kremla, asylkoordination österreich 
Tel.: 01 - 53 212 91 - 12 
E-mail: kremla@asyl.at

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