Arbeit im interkulturellen Feld
Donnerstag, 14. November, 09.30 - 17.00
Seminarbeitrag:
107 Euro
 

Seminarleitung, Stanislava Merdinger, Gertrud Schmutzer, Fraueninitiative Bikulturelle Ehen und Lebensgemeinschaften

Überblick:
Mit dem Kulturbegriff ist es so eine Sache. Vieles an „Kultur“ ist konstruiert. „Kultur“ ist nie etwas Fixiertes und ewig Gleichbleibendes. Daher ist auch die stark verbreitete Idee, Kultur wäre etwas Abgeschlossenes gleich einem Container, mehr als fragwürdig.

Wir nehmen „Kultur“ in diesem Seminar trotzdem als Hilfsbegriff, um über Dinge, die in der Arbeit mit Menschen mit gänzlich anderer Sozialisation passieren können, zu sprechen. Soziale und kulturelle Prägungen entstehen in der Familie, in Bildungssystemen und vielen anderen Kontexten, in die wir alle im Laufe unseres Lebens einbezogen werden.
Wie gehe ich damit um, wenn mir Verhaltensweisen meiner KlientInnen reichlich fremd sind? Wenn ich nicht weiß, wie mein Verhalten ankommt? Und wo kommen mitten im Beratungsgespräch die stereotypisierenden Bilder her, das sich mir in meiner Vorstellung aufdrängen, obwohl ich sie nicht denken möchte?

Das alles fragt man am besten die MitarbeiterInnen von FIBEL. Die  beschäftigten sich seit  25 Jahren mit binationalen Partnerschaften und Arbeitsbeziehungen.
In diesem Seminar packen die FIBEL - Frauen ihr Wissen über interkulturelle Kompetenzen und Herausforderungen aus. Der rote Faden dabei sind Fremdheits- und Konflikterfahrungen, die wir in der Arbeit mit Flüchtlingen und MigrantInnen machen. Zu deren Analyse werden einerseits Modelle angeboten, andererseits die Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und Prägungen.

Schwerpunkte:
  • Fremdheitserfahrungen – Ursachen und Bedeutung: Wie erklären und reflektieren wir unsere eigene Geschichte einer Fremdheitserfahrung? Welchen Einfluss haben Migration und Flucht auf Entwicklungen der sozialen, kulturellen und genderbezogenen Identität?
  • Stereotype – woher, wozu, wie damit umgehen?
  • Interkulturelle Kompetenz: Was bedeutet das im Kontext der Beratung? Welche interkulturellen Kompetenzen bringe ich mit, welche sind ausbaufähig?
  • Konflikte, Konfliktursachen, Missverständnisse und Wertedifferenzen: Wie äußern sie sich in der Beratung und welche Lösungsansätze sind denkbar?
  • Eigene Grenzen wahren – wie kommunizieren?
Ziele: Mehr Sicherheit im Umgang mit Situationen, die als kulturell bedingt schwierig erscheinen.

Zielgruppe: BeraterInnen, BetreuerInnen, TrainerInnen, ehrenamtliche UnterstützerInnen

Methoden: Vortrag, Diskussion, Kleingruppenarbeit, Fallbeispiele

Voraussetzungen: Praxis günstig.


Anmeldung
mit dem Online-Formular siehe weiter unten.

Rückfragen an:
Marion Kremla, asylkoordination österreich 
Tel.: 01 - 53 212 91 - 12 
E-mail: kremla@asyl.at

Arbeit im interkulturellen Feld

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