Gewaltschutz und Aufenthaltsrecht
Mittwoch, 06. März, 09.00 – 17.00
Seminarbeitrag: 107 Euro
 

Gewaltschutz und Aufenthaltsrecht

Seminarleitung: Marie – Luise Möller, Juristin, Asylrechtsberatung Caritas Wien

Laut einem Bericht der EU Grundrechteagentur hat in der Regel eine von drei Frauen und Mädchen in Europa ab einem Alter von 15 Jahren physische und/oder psychische Gewalt erleiden müssen. Dazu kommt, dass insbesondere geflüchtete Frauen und Asylwerberinnen einem hohen Risiko ausgesetzt sind, Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt zu werden. Gewalt in der Familie trifft zu 96 Prozent Frauen. 
Von den vielen Ebenen, auf denen körperliche, psychische, sexuelle Gewalt gegen Frauen Folgen hat, greifen wir die aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen im Speziellen auf. Thematisiert werden sohin u.a. Schutzgewährung nach § 57 AsylG (Aufenthaltstitel „Besonderer Schutz“), Probleme im Dublinverfahren sowie mögliche aufenthaltsrechtliche Konsequenzen einer Scheidung.
Außerdem wird ein Überblick über frauenspezifische Fluchtgründe geboten, wobei in diesem Zusammenhang auch sogenannte „Nachfluchtgründe“ (erlittene Gewalt nach der Flucht aus dem Herkunftsstaat, nachträglich eingetretene Rückkehrbefürchtungen) behandelt werden.
Das Seminar lässt Platz für Fallbeispiele und einen Überblick über das Gewaltschutzgesetz einerseits, andererseits über Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Frauen und Kinder.
 
  • Überblick geschlechtsspezifische Fluchtgründe sowie sog. Nachfluchtgründe
  • Gewaltschutz im Asylgesetz
  • Aufenthaltsrechtliche Perspektiven: Umstiegsmöglichkeiten, Verlängerungen
  • Gewaltschutz aktuell: Betretungsverbot, Wegweisung, Voraussetzungen und Ablauf
  • Aufenthaltsrechtliche Konsequenzen einer Scheidung: für AsylwerberInnen, für MigrantInnen mit Aufenthalt auf Basis Familiengemeinschaft
     
Ziel: KlientInnen mit geschlechtsbezogener Gewalterfahrung besser beraten und an die richtigen Stellen verweisen können

Zielgruppe:
  • MitarbeiterInnen aus Gewaltschutzeinrichtungen, um ein besseres Verständnis über die speziell für ihre KlientInnen relevanten asylrechtlichen Aufenthaltsbestimmungen zu bekommen
  • MitarbeiterInnen aus dem Asylbereich, um KlientInnen im Fall des Falles besser beraten zu können
  • PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, SozialpädagogInnen, um die rechtliche Position betroffener KlientInnen besser zu überblicken.
Methoden: Vortrag, Diskussion, Fallbeispiele
Voraussetzungen: Praxis in einem der genannten Bereiche



Anmeldung
mit dem Online-Formular siehe weiter unten.

Rückfragen an:
Karin Hofer, asylkoordination österreich
Tel.: 01 53 212 91 - 22
E-mail: hofer@asyl.at

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