Asylanträge Afghanen 2017 - Juni 2019

Aberkennungsverfahren 2018 (Parlamentarische Anfragebeantwortung, Bundesrat
David Stögmüller)

Statistische Daten aus Anfragebeantwortungen
 
Bargeld Geflüchteter Einbehalten

Seit Inkrafttreten des Fremdenrechtsänderungsgesetz 2018 (FrÄG) wurde von 590 Personen Bargeld von insgesamt € 53.864,- einbehalten (Stichtag: 01.05.2019).
(3614/AB XXVI.GP)
 
Beschwerden gegen BFA Bescheide
In rund 8.270 (42%) von 19.700 Verfahren über Beschwerden gegen Bescheide des BFA im Geschäftsjahr 2018 wurden die Entscheidungen des BFA aufgehoben oder abgeändert.
In rund 10.590 (54%) von 19.700 Verfahren über Beschwerden gegen Bescheide des BFA im Geschäftsjahr 2018 wurden die Entscheidungen des BFA bestätigt.
(3616/AB XXVI.GP)
 
Aberkennungen
Im Geschäftsjahr 2018 war bei 344 Beschwerdeverfahren der §7 AsylG 2005 (Aberkennung des Status des Asylberechtigten) die bekämpfte Rechtsvorschrift.
 
Im Geschäftsjahr 2018 war bei 810 Beschwerdeverfahren der §9 AsylG 2005 (Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten) die bekämpfte Rechtsvorschrift.
 
Im Geschäftsjahr 2018 wurden 116 Beschwerdeverfahren abgeschlossen, bei welchen Entscheidungen nach § 7 AsylG 2005 (Aberkennung des Status des Asylberechtigten) bekämpft wurden.
 
Im Geschäftsjahr 2018 wurden 147 Beschwerdeverfahren abgeschlossen, bei welchen Entscheidung nach § 9 AsylG 2005 (Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten) bekämpft wurden.
 
116 (34%) von 344 Beschwerdeverfahren, bei denen § 7 AsylG 2005 (Aberkennung des Status des Asylberechtigten) die bekämpfte Rechtsvorschrift war, wurden im Geschäftsjahr 2018 abgeschlossen.
 
147 (18%) von 810 Beschwerdeverfahren, bei denen § 9 AsylG 2005 (Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten) die bekämpfte Rechtsvorschrift war, wurden im Geschäftsjahr 2018 abgeschlossen.
Über den Ausgang der Beschwerden gab der Justizminister keine Auskünfte.
(3616/AB XXVI.GP)
 
Amtsrevisionen
74 (6%) von 1.150 eingebrachten Revisionen betreffend Verfahren über Beschwerden gegen Bescheide des BFA im Geschäftsjahr 2018 waren ordentlich Revisionen.
 
45 (61%) der 74 ordentlichen Revisionen betreffend Verfahren über Beschwerden gegen Bescheide des BFA im Geschäftsjahr 2018 waren Amtsrevisionen.
 
1.076 (94%) von 1.150 eingebrachten Revisionen betreffend Verfahren über Beschwerden gegen Bescheide des BFA im Geschäftsjahr 2018 waren außerordentliche Revisionen.
 
86 (8%) der 1.076 außerordentlichen Revisionen betreffend Verfahren über Beschwerden gegen Bescheide des BFA im Geschäftsjahr 2018 waren Amtsrevisionen.
(3616/AB XXVI.GP)

Abschiebungen nach Afghanistan
In den ersten drei Monaten 2019 (Jänner bis März) wurden 54 Menschen nach Afghanistan abgeschoben. (BMI per Mail durch Andreas Skvarits)

Entscheidungen des BFA Jänner-Juni 2019
Im 1. Halbjahr 2019 wurden rund 41% (952) der Asylanträge aus Afghanistan negativ entschieden, rund 38,5% (892) positiv. Insgesamt wurden 2 314 Anträge von Afghaninnen und Afghanen behandelt.

Bearbeitete Asylanträge von Syrerinnen und Syrern beliefen sich insgesamt auf 1 465, davon wurden rund 5% (75) negativ entschieden und rund 93% (1 356) positiv.

Anträge von Irakerinnen und Irakern wurden zu rund 52% (442) negativ entschieden und zu rund 26% (217) positiv.

Von den 843 bearbeiteten Asylanträgen von Iranerinnen und Iranern wurden rund 58% negativ entschieden, rund 38% positiv.

Insgesamt wurde über 9 882 Anträge auf internationalen Schutz entschieden.
(4022/AB XXVI. GP)

Abschiebungen
Im Jahr 2019 wurden (mit Stichtag 11. September 2019) 40 Charterrückführungen nach Pakistan, Kosovo, Nigeria, Georgien, Armenien, Russland, Nordmazedonien, Serbien, Afghanistan, Gambia, Usbekistan, Guinea und Mongolei durchgeführt.

Im Jahr 2019 waren (Stichtag 11. September 2019) 430 Personen von den Charterabschiebungen betroffen.afds
(4105/AB XXVI. GP)

Beschwerden gegen Entscheide des BFA
Im ersten Halbjahr des Geschäftsverteilungsjahres 2019 wurden beim BVwG 7.240 Beschwerden gegen Bescheide des BFA neu anhängig.

Von diesen Verfahren entfielen 270 auf den Rechtsbereich Dublin-Verfahren, 530 auf den Rechtsbereich Schubhaftverfahren bzw. Verfahren über (sonstige) Maßnahmenbeschwerden und 6.440 auf den Rechtsbereich (allgemeines) Asyl-und Fremdenrecht.

Von Februar bis Juli 2019 wurden vom BVwG rund 11 700 Entscheidungen bezüglich Beschwerden gegen Entscheidungen des BFA getroffen.

Rund 4 610 (39%) Entscheidungen des BFA wurden vom BVwG aufgehoben oder abgeändert, rund 5 840 (50%) Entscheidungen des BFA wurden bestätigt und rund 460 (4%) Verfahren wurden eingestellt.
(3929/AB XXVI. GP)

Asylverfahren minderjähriger Asylsuchender in Österreich
In Österreich haben zwischen Jänner und Oktober 845 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt. Davon kommen 623 (74%) aus Afghanistan.

Im selben Zeitraum wurden von den gestellten Anträgen 170 (20%) zum Verfahren zugelassen.

Außerdem wurden 505 Entscheidungen im Zulassungsverfahren getroffen (Zurückweisung und Einstellung §24 AsylG 2005), wobei diese vor allem Afghaninnen und Afghanen betroffen haben (rund 85%).

Zwischen Jänner und Oktober 2019 stellten außerdem 4 412 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Begleitung ihrer Obsorgeberechtigten einen Antrag auf internationalen Schutz in Österreich. Davon waren rund 53% männlich und 47% weiblich.

Von diesen 4 412 Anträgen wurden 3 974 zum Verfahren zugelassen.
Im Zulassungsverfahren wurden 238 Entscheidungen (Asylentscheidung positiv §3 AsylG 2005; Dublin §5 AsylG 20005; Asylentscheidung negativ §3 AsylG 2005; Einstellung §24 AsylG 2005) getroffen.

Im Zeitraum Jänner bis Oktober 2019 wurden 461 inhaltliche Entscheidungen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen getroffen. Davon waren 35% positive Asylentscheidungen und 65% abweisende Entscheidungen.

Von Jänner bis Oktober 2019 gab es außerdem insgesamt 128 zwangsweise Ausreisen von Personen, die bei der Antragstellung angegeben hatten UMF zu sein. Eine Person war auch bei der Ausreise noch minderjährig.

Im Jahr 2019 gab es 206 freiwillige Ausreisen von Personen, die bei der Antragstellung angegeben hatten unbegleitete Minderjährige zu sein. Davon sind 61 Personen freiwillig ausgereist, die bei der Ausreise noch minderjährig waren.
(38/AB XXVII. GP)


 
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